Die Welt ist verseucht!
Bild von Alexandra Koch auf Pixabay

Hand auf´s Herz, dachten Sie zunächst nicht auch, das neue bisher unbekannte Virus wäre alleine eine Sache der Chinesen? Vielleicht trifft es noch die Koreaner, aber das ist eine Halbinsel und darüber hinaus kommt das Virus nicht weiter. Wie wir heute wissen, war das ein Trugschluss. Dank der Globalisierung ist Corona blitzschnell bis in alle Erdteile vorgedrungen.

Und jetzt, nur wenige Wochen später, stehen wir vor der großen Herausforderung, mit den massiven Folgen umzugehen. Die Politik in Bund, Ländern und Gemeinden hatten für den Umgang mit so einer Seuche keinen Generalplan, wie man am Anfang feststellen musste. Politiker traten meist unsicher auf oder versuchten zumindest, einen souveränen Eindruck zu machen. Inzwischen hat sich das in Deutschland etwas gebessert. Wenn das alles vorbei ist, wird man dringend an entsprechenden Generalplänen arbeiten müssen. Denn wie sich zeigt, steht sich unser politisches System mit sechzehn Bundesländern und den vielen sich überschneidenden Zuständigkeiten in solchen Ausnahmefällen oft selbst im Weg.
Ich finde jedoch, dass Politik in diesen Tagen einen insgesamt ganz guten Job macht. Das gesetzte Ziel, die Ausbreitung des Virus‘ nicht zu verhindern, sondern zu verzögern, ist genau der richtige Weg. Und dazu braucht es die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Jeder muss sein Verhalten darauf einstellen, damit es im Ganzen funktioniert.

Bei allen jetzt durch die wirtschaftliche Krise entstehenden Schicksalen sehe ich in diesen Tagen aber auch eine große Chance. Und zwar die Chance, dass die Welt ein bisschen kürzer tritt und aufatmen kann. Denn wie sich auf Satellitenaufnahmen von China bereits zeigte, hat dort die Luftverschmutzung durch Corona und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen massiv abgenommen. Auch in den anderen von Corona befallenen Staaten, so auch in Deutschland, wird sich durch den wirtschaftlichen Einbruch der CO² – Ausstoß spürbar verringern.
Auch der einzelne hat vielleicht die Möglichkeit, einmal kürzer zu treten und durchzuatmen. Denn viel Termine werden gestrichen, ob erfreulich oder unerfreulich, und das Konsumieren wird auch heruntergefahren. Wir ziehen uns eine Weile zurück in unsere vier Wände und warten, bis alles wieder vorbei ist. Oder wir genießen mal endlich die freie Natur.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls, dass Sie und Ihre Lieben alles gesund überstehen.